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Autor: Frau Weber
Artikel vom 19.05.2020

WILLKOMMEN IN BRUCHANIA

Die Grundlagen des Bruchrechnens, erklärt durch die Klasse 6b der Reuchlin-Realschule

„Oh nein, bitte kein Bruchrechnen!“ „Dieses S….. Bruchrechnen, das konnte ich noch nie!“ Egal in welcher Klassenstufe die Thematik eine Rolle spielt, diese Aussagen hört man in vielen Klassenräumen und bei der Rückgabe von Arbeiten immer wieder. Leider ist ohne das Bruchrechnen spätestens ab der sechsten Klassenstufe kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Auch im Alltag sind Brüche in verschiedenen Arten, bis hin zu Prozentangaben unabdingbar. Doch was kann gegen diesen Frust bereits beim Erlernen getan werden? Eine Möglichkeit zumindest mehr Freude bei vielen Schüler/innen in die notwendige Behandlung des Themas zu bringen wurde an der RRS Bad Liebenzell getestet. Dort wurde selbständig gelernt und erklärt, gemalt und gebastelt und letzten Endes auch präsentiert. Ganz nach dem Motto:“ Nur was du erklären kannst, hast du auch wirklich verstanden.“ Doch beginnen wir am Anfang dieser „Unterrichtsgeschichte“.

Im Mathematikunterricht wurden die Schüler/innen von ihrem Lehrer Herr Bogner in das Land „Bruchania“ entführt in deren Verlauf sie die „Bruchanier“ kennenlernten. Diese bestehen aus zwei Teilen „Nenni“ und „Zähli“ also Nenner und Zähler, mit deren Hilfe die 6b in der ersten Woche des Aufenthalts alle notwendigen Begriffe erlernten um in den kommenden zwei Wochen an ihren Projekten zu arbeiten. Jede Mathematikstunde begann mit dem Aufsagen der „Hymne von Bruchania“, einem Bruchgedicht welches die Regeln zum Bruchrechnen festigen soll. Zusammen mit Musiklehrerin Frau Blum wurde zu diesem Gedicht noch eine passende Body-Percussion gefunden um den Stoff noch besser zu verinnerlichen. Die Schüler/innen wurden einem von sechs Themen zugelost und in dieser Zufallsgruppe hatten sie die Aufgabe eine Bildergeschichte zu erfinden mit welcher sie ihren Mitschüler/innen ihr Thema erklären konnten. Als Nebeneffekt kam es so auch zu einer sozialen Stärkung da man auch mit „denen arbeiten musste mit denen man sonst nicht so viel zu tun hatte.“

Die Arbeit am Projekt unterteilte sich grob in fünf große Phasen. In der Ersten musste jeder in der Gruppe für sich zuerst die Thematik erlernen und sich dann mit den anderen Gruppenmitgliedern darüber verständigen ob es jeder verstanden hatte. War dies nicht der Fall musste gegenseitig unterstützt werden, damit es jeder in der Gruppe verstand. In der zweiten Phase musste überlegt werden, wie man den Stoff in eine passende Geschichte packt, so dass die Inhalte leicht verständlich, fachlich richtig und auf das Notwendige reduziert gut verstanden werden konnten. Geschichten wurden ausgedacht, verändert und oft auch wieder verworfen. Hatte man sich in der Gruppe auf ein Drehbuch verständigt, mussten in der vierten Phase die passenden Bilder auf Folien gemalt werden. Hilfe und Unterstützung fand man im BK Unterricht mit Frau Knop.  In der letzten Phase wurden die Dialoge eingeübt und das zeitlich stimmige auflegen der Folien auf den Overheadprojektor geübt um das Ergebnis vor der gesamten Klasse präsentieren zu können. Fehler während der Präsentation wurden von Mitschüler/innen entdeckt und im Unterrichtsgespräch aufgenommen. Die Bereitschaft in dieser Art zu arbeiten war riesig, der Spaß und die Freude groß. Ob sich das Ganze darüber hinaus gelohnt hat zeigt sich vielleicht schon in der geschriebenen Arbeit, oder vielmehr in den kommenden Jahren.

Sind sie neugierig auf die Ergebnisse? Die im Projekt entstanden kleinen Lernvideos sind ungefiltert und ungeschnitten auf unserem YouTube-Kanal (Reuchlin-Schulen) zu sehen.